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Namensträger Fouquet

Wer den Namen Fouquet liest, denkt vielleicht an berühmte Namensträger, wie den Maler Jean Fouquet, oder den französischen Superintendant für Finanzen Nicolas Fouquet.  Nach allem was die Familienforschung Fouquet bisher ergeben hat sind diese aber nicht mit uns verwandt. Trotzdem möchte ich sie hier kurz vorstellen:
Jean Fouquet lebte etwa von 1420-1480 in Tours. Er ist wohl der berühmteste Maler der französischen Renaissance. Nach einer Reise nach Rom wurde er Hofmaler. Besonders bekannt sind seine Miniaturen wie im Stundenbuch für Etienne Chevalier.
Für Etienne Chevalier malte er auch ein ein Diptychon, das sich einst über dem Grab des Mäzens in der Kathedrale Notre Dame in Melun befand. Nach einer alten Überlieferung soll die Madonna des Dyptychons die Züge der Agnes Sorel tragen, der berühmten Mätresse Karls VII, die 1450 starb und deren Testamentsvollstrecker Etienne Chevalier war.

Nicolas Fouquet, 1615-1680, Vicomte de Melun, Marquis de Belle Isle stammte aus einer reichen Parlamentarier Familie. Sein Vater Francoise Fouquet war Berater des Kardinals Richelieu in maritimen und kommerziellen Angelegenheiten, sein Großvater war Kaufmann in Nantes.

Als Nicolas 1653 von Mazarin zum Superintendant der Finanzen ernannt wurde, waren die Staatskassen leer.Seine Aufgabe war diese wieder zu füllen, was ihm auch gelang indem er mit seinem Privatvermögen für Staatsanleihen bürgte. Doch Erfolg schafft Neider, in diesem Fall Colbert, der Sekretär Mazarins. Nach Mazarins Tod gelang es Colbert, den König Ludwig XIV davon zu überzeugen, das Fouquet nicht nur zum Wohle des Staates sondern auch in die eigene Tasche gewirtschaftet hatte. Besonders das extrem prächtig ausgestattete Schloss Vaux-le-Vicomte diente als Beweis für diese Behauptungen.

Fouquet hatte das Anwesen bereits 1641 erworben und zwischen 1650 und 1651 mit Hilfe der besten Architekten und Künstler zu einem einmaligen Kleinod ausgebaut. Am 17. August 1661 gab er ein fantastisches Einweihungsfest zu Ehren seines Königs. 6.000 Gäste wurden aufs Beste bewirtet und mit Feuerwerk, Theaterstücken und Ballet unterhalten, die Kosten betrugen 120.000 Livres.
Doch das war zuviel für den König, es überbot bei weitem alles, was er sich zu der Zeit leisten konnte. Es ärgerte ihn, dass sein Finanzminister so extrem reich war, während es um die königlichen Finanzen noch immer schlecht bestellt war. Drei Wochen später, am 5 September 1661, wurde Nicolas Fouquet verhaftet und schließlich zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt. Er starb 1680, 19 Jahre später, ohne jemals die Freiheit wieder erlangt zu haben.
 
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